EMDR

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing.

Die Beobachtung, dass Emotionen von den ihnen ursprünglich zugeordneten Ereignissen oder Situationen entkoppelt werden können, bildet die Grundidee von EMDR.

Ausgelöst durch Augenbewegungen oder andere bilaterale Stimulation (akustisch oder kinästhetisch) kann im Gehirn die Verbindung von Reiz und Reaktion getrennt werden. Damit wird das subjektive Belastungsempfinden verändert und die zuvor als negativ erlebten Emotionen neutralisiert.

Die von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelte Methode hat sich insbesondere in der Behandlung  von Traumafolge- und Angststörungen, Phobien, Panikstörungen und auch Trauerreaktionen bewährt. Dabei können EMDR Behandlungen oft nach wenigen Sitzungen zu guten Resultaten führen.

Ein besonderes Anliegen ist für mich die
Behandlung traumatischer Geburtserlebnisse mit EMDR

Die nachgeburtliche Phase ist eine Zeit enormer Umwälzungen. Insofern ist es wichtig, gerade auch den Teil der Geburt zeitnah zu behandeln, der als belastend bzw. traumatisierend erlebt wurde. Das wirkt sich umgehend entspannend auf die junge Mutte aus und damit auch direkt auf das Kind.

Zum anderen kann verhindert werden, dass die junge Mutter überhaupt erst in ein Gefühl des persönlichen Versagens reingeht, was oft sehr stark und anhaltend, wie auch emotional ist - mit einer der Auslöser von postpartaler Depression.

Es ist aber auch von besonderer Bedeutung, wenn kommende Geburten nicht durch alte Ängste belastet werden sollen. WEITERLESEN